Samstag, 31. März 2012

I'll be back…!!!

Liebe Mitleser…

Ich bin inzwischen gesund aber extrem unfit wieder in der Heimat aufgeschlagen. Am Tag vor dem Abflug noch zu arbeiten um sich dann insg. 48 Stunden wach zu halten ist einfach eine sch**** Idee, und das nächste Mal muss ich das irgendwie anders planen.

In den letzen 8 Wochen wurde diese Blog von euch fleissig besucht und kommentiert, vielen Dank dafür. Daß ich soviel positive Rückmeldungen bekommen habe war unerwartet, hat mich aber sehr gefreut. Ich werde aber trotzdem weder zum Journalismus wechseln, noch unter die Autoren gehen. Der Roman "Inder nett" wird also nie erscheinen, und kann folglich auch nie unter der ISBN 0602201230032012 bei amazon bestellt werden… ist mir aber grad egal…

Meine Zeit in Indien war super. Zu warm, aber super. Die Lebensumstände waren ungewohnt, aber man kommt auch ohne deutsche Gründlichkeit ans Ziel, auch wenn es manchmal alles etwas länger dauert. Auch wenn ich froh bin erstmal wieder zuhause zu sein denke ich bereits mit Freude an meine Rückkehr an den Ort des Geschehens. Wann es soweit sein wird steht noch nicht fest und hängt unmittelbar damit zusammen wie erfolgreich mein erster Besuch dort war und ob meine Worte Früchte tragen.

Danke auch an Lisa die mir die letzen 4(?) Wochen beigestanden und mich zu diversen Ausflügen animiert hat. Ich denke mal alleine wäre es langweiliger gewesen, was? Also Lisa, halte die Stellung, viel Spaß bei der Arbeit, und iss den Kuchen nicht auf einmal… wenn du verstehst

Auch wenn der Blog eigentlich ja nur für die Zeit in Indien eingerichtet wurde, denke ich daß ich gelegentlich aber auch einige Dinge aus meinem normalen, langweiligen Leben zum Besten geben werde. Schmeisst den Bookmark im Browser also nicht weg, es geht auf jeden Fall weiter… irgendwie, spätestens wenn ich wieder nach Indien komme. Ich empfehle ja ein RSS-Feed Abo, dann verpasst ihr nix wenn es soweit ist. Und wer nicht weiß was das ist fragt seinen Sitznachbarn, Bekannten oder Apotheker!

Bis dahin… Andi

Dienstag, 27. März 2012

Hatschi-Bäh


Hinweis: Der folgende Text enthält die Wörter: "dann", "zwei", "das", "es", "als", "ist" sowie "in".
Empfindlichen Gemütern sei an dieser Stelle die folgende Alternative empfohlen: http://www.bussibaer.de

Neulich war ich auf dem Klo. Das lässt sich irgendwie ja nicht vermeiden, das gute scharfe Essen muss ja irgendwohin, und im Gegensatz zum Bier kann ich das Chicken Masala ja nicht einfach ausschwitzen. Das sähe auch völlig bescheuert aus denke ich mal.
Es geht aber eigentlich gar nicht um die eigentliche Tätigkeit auf dem Örtchen, sondern um die damit verbundenen Fragen der Menschheit. Denn als ich mich näher mit dem indischen Klopapier beschäftigte wurde mir schlagartig klar daß 42 doch nicht die Antwort auf alle Fragen sein kann.

Indisches Klopapier gibt es ja eigentlich gar nicht. Das wird hier ja nur von verwöhnten europäischen Ärsc**… äh Popos benötigt, die das hiesige "Wasser-Marsch" System nicht kennen oder mögen. Wenn man die Popoduschen hier so sieht kann ich mir durchaus vorstellen daß man hinterher genauso nass ist als hätte man sich gleich in die Hose gepullert. Nene.


Zurück zum Papier. Die erste Feststellung bezieht sich auf den Kleber mit dem die Rolle zusammengehalten wird. Bei deutschem Klopapier ist das oberste Blatt technisch perfekt an der darunter liegenden Lage befestigt, ohne jedoch die weiteren Lagen in Mitleidenschaft zu ziehen. Meisterhaft. Welchen HighTec-Kleber nehmen die dafür?
Hier wird die Rolle mit 2 Streifen Tesa fixiert. Kein Witz. Stinknormales Tesa. Dieser deutsche Weltraum-Kleber muss entweder sauteuer, oder streng geheim sein. Oder aber der würde sich bei den hier vorherrschenden Temperaturen auf dem Klo allein durch die Reibungshitze beim Abziehen der ersten Lage spontan selbst entzünden und eine schwere Klo-Explosion hervorrufen. Da das ja dann nach dem eigentlichen Geschäft passieren würde ist das Risiko einer mittelschweren Sauerei natürlich zu groß. Also geht das nicht. Die Tesa-Lösung ist daher vermutlich eine von der indischen Scheisshaussicherheitsbehörde freigegebene Alternative, die im Ernstfall durchaus einen guten Kompromiss darstellt.

Popelt man dann aber die erste Lage ab, ist man auch schon mit der nächsten Sinnfrage konfrontiert. Zwei- Drei- oder Vier-lagig? Kannste vergessen… Eineinhalb, wenn überhaupt. Die Po-rforation ist eine Attrappe und suggeriert nicht vorhandenes Volumen. Warum also Klopapier verkaufen daß nur benutzbar ist nachdem man es selbst zu einem 10-lagigen Knäuel verwandelt hat? Ich habe ja die indische Zellstoffmafia im Verdacht, die auf diese Weise der Verkauf von Klopapier auf Kokosnuss-Basis im Land ankurbeln will, einfach durch den erhöhten Verbrauch. Durch die Werbung im TV strebt ein ehrgeiziger Inder ja eh nach westlichen Vorbildern. Wenn sich BLEICH-Creme für die Haut verkaufen lässt, dann kann man einem Inder auch einreden er braucht Hakle-Feucht Doppel-Super-Saug-India-Deluxe… die Europäer verbrauchen ja schließlich eine Rolle am Tag, dann muss das doch was taugen!

6 Rollen Klopapier im Dialog über die Weltherrschaft…
Indische Taschentücher verhalten sich proportional zum Klopapier. Während in Deutschland damit geworben wird daß das gute Tempo durchschnupfsicher bis Lichtgeschwindigkeit sei und auch einen Elefanten-Nieser locker aufzuhalten vermag, reicht hier ein lauer Sommerwind bereits zu einem Totalversagen der molekularen Zellstruktur der papierähnlichen Zellstofbahn. Selbst bei doppelter, dreifacher… nein sogar vierfacher Ausführung kann die Nummer schonmal böse Enden. Details bitte selbst ausmalen!
Wenn man hier einen Schnupfen hat empfiehlt sich statt einem Gang zur Apotheke ein kurzer Heimflug um am Frankfurter Flughafen eine XXL-Family-Packung Tempo-Beton-Hatschi-Bäh-Lumpen zu erwerben. Das dauert nur gute 10 Stunden pro Weg, und nach ca. 24 Stunden ist man wieder zurück. Der Gesamtpreis von ca. 1,50 Euro pro Taschentuch (560 Stück pro Packung) geht völlig in Ordnung. Man muss Prioritäten setzen.

Nach einer Weile auf dem Örtchen bemerkt man aber, daß die Papier-Thematik ja eigentlich nur Killefitz ist im Vergleich zu den wirklich wichtigen Fragen der Menschheit:

  • Wenn ich Probleme mit dem Kreislauf habe, kann ich dann nur noch geradeaus gehen?
  • Schon mal darüber nachgedacht, was passiert, wenn man sich zweimal halbtot lacht?
  • Wieso passiert immer genau so viel, wie in die Zeitung passt?
  • Schont man seine Matratze, wenn man nur leichten Schlaf hat?
  • Könnte man sich nicht das Verbandszeug sparen, wenn man sich das Knie gleich an Pflastersteinen aufschlägt?

Und die Antwort lautet auch hier nicht 42…!!!

Philiosophische Grüße, Andi

Montag, 26. März 2012

Weltfrieden…

Samstag.
Mein vorerst letztes Wochenende in Kochi beginnt früh. Aufstehen um 7.15 Uhr. Abfahrt bei BEO um 8 Uhr.
Auf der Fahrt nach Süden werden wir von der Polizei gestoppt, unser Fahrer muss zur Routine Kontrolle.







Wir sind müde, verfahren uns kurz, erreichen aber so gegen 11.00 Uhr das Ziel.

An dieser Stelle möchte ich nicht weiter auf die Ereignisse zwischen 11.00 und 15.00 Uhr eingehen.
Nur soviel: Mein Schweigen dient dem Weltfrieden!

"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber beim Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher."
Albert Einstein

Scheisse wenn die Dummheit hochkonzentriert zu Tage tritt…!!!

Um ca. 16.00 Uhr sind wir am Allapuzha Beach und der Tag ist gerettet.
Erlaben wir uns also statt an langen Texten lieber am folgenden, audiovisuellen Unterhaltungsfilm inklusive abendlichem Rabbatz in der Hood…



Später waren wir nochmal in der Bar und haben als Folge jetzt die Telefonnummern von 3 jungen Indern.
Die waren voll, aber witzig… quasi voll witzig!
Bettruhe nach 3 Bier um 1.00 Uhr, solange habe ich hier noch nie geschafft…!!!

Friedliche Grüße, Andi